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Kapitel 2, 1. Seite
"Also, ich an deiner Stelle würde keine Minute lang zögern", sagte Su. "Du nimmst doch sonst auch Jobs in allen möglichen Ländern an - warum also nicht in Stromland? Das ist ja sogar eine gute Gelegenheit für dich, mal wieder ein paar alte Freunde zu treffen, oder?"
Sven gab nur ein paar unbestimmte Brummtöne von sich. Hand in Hand mit Su schlenderte er am Strand entlang, und der warme, feuchte Sand unter seinen nackten Füßen fühlte sich großartig an. Ein paar Schritte hinter ihnen tobte Liam mit einer Horde gleichaltriger Jungs im flachen Wasser herum. Sie warfen sich in die Wellen, lachten und schrien, und ein kleiner Hund mit langen schwarzen Ohren, der wahrscheinlich zu einem von Liams Freunden gehörte, hetzte in sicherer Entfernung kläffend neben den Kindern her.
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Kapitel 8, 1. Seite
Falkenpark war eines der besten und teuersten Wohnviertel von Seestadt. Hinter hohen Parkmauern residierten hier die vermögendsten Familien und eine Reihe ausländischer Botschaften in schlossartigen Häusern, die größtenteils um die vorletzte Jahrhundertwende erbaut worden waren. Marius Bonheurs Anwesen befand sich allerdings am Rand des Viertels, in einer schmalen Straße, an der auf kleineren Grundstücken überwiegend Neubauten in den Abendhimmel ragten.
Ein Gebäude am Ende der kleinen Straße fiel Sven besonders auf - mit seinem Säulenportal und der wuchtigen Attika, die beide für den Grundriss viel zu groß geraten waren. Na, das passt ja, dachte Sven, als er zwischen den Säulen die stämmige Gestalt seines alten Studienkollegen hervortreten sah. Im Garten gingen Lichter an und beleuchteten eine gekieste Zufahrt, die schnurgerade auf das Hausportal zuführte.
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Kapitel 13, 1. Seite
»Meine Dame, meine Herren, in der zurückliegenden Woche habe ich mit Ihnen allen Hintergrundgespräche geführt, um verschiedene Kompromissmöglichkeiten auszuloten. Wenn ich Ihnen heute ein Lösungsmodell vorschlage, bedenken Sie bitte, dass es sich sozusagen um einen Prototyp handelt - um ihn zur Serienreife zu bringen, wer den wir alle noch intensiv an vielen Details arbeiten müssen.«
Um Punkt zwei Uhr nachmittags hatten sich die bekannten Akteure zum zweiten Mal im Konferenzraum im linken der PremLog-Zwillingstürme versammelt. Sven fühlte sich ziemlich kribblig, wie immer, wenn es bei einem Job in die entscheidende Runde ging, aber im Großen und Ganzen war er zuversichtlich, dass sein Vorschlag für alle Beteiligten akzeptabel sein würde. Wenn im Grundsatz jeder zustimmen würde, auf dieser Basis weiterzuverhandeln, würde die eigentliche Arbeit erst losgehen, ein wochenlanges Gerangel um Prozente, Fristen, Ausnahmeklauseln, und erst im allerletzten Moment, wenn alle ihre Unterschrift unter die Vereinbarung gesetzt hätten, wäre die Gefahr gebannt, dass einer der Partner ausstieg und sie von vorne anfangen müssten.
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