Stromland

Autorenportrait

Wenn Stephan Scholtissek, Jahrgang 1959, keine Bücher schreibt, ist er für den Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture in Deutschland tätig - insgesamt seit 1997 und seit Anfang 2003 auch als Sprecher der deutschen Geschäftsführung. Seine Arbeit hat er im "Handelsblatt" einmal so beschrieben: "Wir sagen anderen Unternehmen die Zukunft voraus, entwickeln sie gemeinsam mit ihnen und übernehmen bei Bedarf auch die Gestaltung der Zukunft für die Unternehmen."

Scholtissek ist promovierter Biochemiker. Nach dem Studium steigt er beim Medizintechnologieunternehmen Dräger ein und wechselt danach in die Unternehmensberatung. Er geht zunächst zu AT Kearney, später zu Bain & Company und schließlich zu Accenture. Was ihn besonders umtreibt, ist das Thema Innovation am Standort Deutschland. Denn dazu hat er seine ganz eigene Meinung: Das von der Bundesregierung ausgerufene "Jahr der Innovation" (2004) war ihm ein Gräuel, weil Innovation für Scholtissek Erfindung plus Markterfolg ist, und das dauert bekanntlich deutlich länger als nur ein Jahr. Er glaubt auch nicht, dass es in Deutschland an Ideen mangelt. Was vielfach fehlt, ist ihre konsequente Umsetzung in Produkte und Dienstleistungen. Manchmal liegt es am Know-how, oft aber werden großartige Erfindungen klein geredet und belächelt: siehe die Magnetschwebebahn oder das Mautsystem.

Nach zwei Sachbüchern zum Thema Innovation - "Die dritte Revolution der Wertschöpfung ? Mit Co-Kompetenzen zum Unternehmenserfolg" (2004) und "New Outsourcing - Die dritte Revolution der Wertschöpfung in der Praxis " (2005) - hat er mit "Stromland" seinen ersten Roman geschrieben. Deutschland, wie es im Jahr 2020 sein könnte: dynamisch, zukunftsorientiert, weltoffen, technologiesüchtig. Eine Vision vielleicht, und eine sehr optimistische dazu. Aber: Untergangsszenarien gibt es hierzulande wahrlich schon genug.

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